46 COPARTS | PROFI SERVICE TAGE 2026 | Freie Wahl. Starke Alternative. OE oder IAM? Gebundener oder freier Markt? Was gern als Gegeneinander diskutiert wird, ist für die Reparaturpraxis längst viel differenzierter. Denn am Ende zählt vor allem eines: Das richtige Teil muss in der richtigen Qualität möglichst schnell in die Werkstatt kommen. Und genau hier können der freie Markt und G.A.S. ihre Stärken ausspielen. Bereits Ende 2024 brachten G.A.S. und ZF Aftermarket gemeinsam eine IAM-Initiative auf den Weg, der sich inzwischen weitere namhafte Erstausrüster angeschlossen haben. G.A.S. COPARTS 2026 Nicht gegen OE. Sondern für die beste Lösung. Es wird immer Ersatzteile geben, die ausschließlich über den Fahrzeughersteller bezogen werden können. Gleichzeitig bietet der Independent Automotive Aftermarket (IAM) für zahlreiche Produktgruppen leistungsfähige Alternativen. Namhafte Teilehersteller aus der Erstausrüstung wie SKF oder Valeo beliefern sowohl die Fahrzeughersteller als auch den freien Markt. Bei entsprechenden Produkten kann sich der Unterschied teilweise auf das Branding beschränken. Die Botschaft: IAM bedeutet nicht automatisch zweite Wahl. Vielmehr schafft der freie Markt eine zusätzliche Wahlmöglichkeit. Nicht irgendwann. Sondern sofort verfügbar. Verfügbarkeit wird zum Argument. Denn was nützt das richtige Ersatzteil, wenn das Fahrzeug wochenlang darauf warten muss? Genau hier setzt G.A.S. an. Während große Flotten und Leasinggesellschaften bei der Wartung und Reparatur traditionell stark auf Vertragswerkstätten und OETeile setzen, zeigt G.A.S., welche Alternative der freie Markt schon heute bietet. Kann ein passendes Teil schneller über den freien Markt beschafft werden, lassen sich Reparaturverzögerungen und auch Standzeiten reduzieren. Gerade im Flottengeschäft ein starkes Argument: Denn dort zählt nicht zwangsläufig, woher ein Teil kommt, sondern dass das Fahrzeug möglichst schnell wieder auf die Straße kommt. Nicht lange suchen. Sondern intelligent crossen. Aus OE wird IAM. Technisch möglich macht das bei G.A.S. das sogenannte Crossing. Eine ursprünglich auf Basis eines OE-Teils erstellte Kalkulation wird einem entsprechenden IAM-Teil zugeordnet. So kann elektronisch auf Lagerbestände von Distributoren und teilweise direkt auf Bestände der Industriepartner zugegriffen werden. Das Ziel: identifizieren, Verfügbarkeit prüfen, bestellen – und das benötigte Teil schnellstmöglich in die Werkstatt bringen. Nicht nur Mechanik. Sondern auch Karosserie & Lack. Für Mechanikbetriebe ist der Einsatz von Teilen aus dem freien Markt seit Jahrzehnten Alltag. Im Karosserie- und Lackbereich sah das lange anders aus: Hier waren Kalkulation und Schadensteuerung stark OE-geprägt. Inzwischen öffnen sich auch diese Prozesse für IAM-Teile. Für freie Betriebe kann damit ein zusätzliches Geschäftsfeld an Bedeutung gewinnen. Nicht zweite Wahl. Sondern Erstausrüsterqualität. IAM bedeutet nicht automatisch eine andere oder sogar schlechtere Teilequalität. Viele namhafte Erstausrüster beliefern sowohl die Fahrzeughersteller als auch den freien Ersatzteilmarkt. SKF und Valeo sind dafür nur zwei Beispiele. Teile können und werden nach denselben Spezifikationen und Produktionsstandards gefertigt wie für die Erstausrüstung – teilweise sogar auf derselben Produktionslinie. Der Unterschied liegt dann vor allem im Vertriebsweg und im Branding: Statt des Fahrzeugherstellers steht der Name des Teileherstellers auf Produkt und Verpackung. Valeo bietet z.T. sogar für den Aftermarket Teile mit dem Fahrzeughersteller-Logo. Für Flotten- und Leasingkunden ist das eine wichtige Botschaft: Der Weg über den freien Markt kann Erstausrüsterqualität mit den Vorteilen des IAM bei Auswahl und Verfügbarkeit verbinden. Einen Talk zum Thema IAM-Teile finden Sie auch in der Mediathek in COPARTS ONLINE. Im Gespräch (v.l.): Andreas Brodhage (Geschäftsführer G.A.S.), Frank Pester (Leiter Vertrieb, Valeo Service Deutschland), Michael Gaschtych (Sales Manager Europe Central, SKF) und Moderator Ermo Goedelt.
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