Messemagazin 2026

COPARTS | PROFI SERVICE TAGE 2026 | 85 TOP TRUCK COPARTS 2026 Strom statt Diesel? Vielleicht nur eine Frage der Zeit! Beim Pkw ist die Elektromobilität längst im Massenmarkt angekommen. Beim schweren Lkw sieht die Sache anders aus. Noch. Denn ausgerechnet bei den Neuzulassungen kommt Bewegung in den Markt. Schwergewicht Diesel Während Anfang 2026 bereits mehr als zwei Millionen reine Elektro-Pkw auf deutschen Autobahnen unterwegs waren, ist die Elektrifizierung beim schweren Nutzfahrzeug noch ganz am Anfang. Ein Blick auf den Bestand macht den Unterschied deutlich: 2025 waren von den Lkw und Sattelzugmaschinen ab 2.000 Kilogramm Nutzlast gerade einmal rund 3.000 Fahrzeuge batterieektrisch – ein Anteil von lediglich 0,1 Prozent. Und überhaupt konzentriert sich die Elektrifizierung bislang vor allem auf die Kleinen: Gut 97 Prozent aller Elektro-Lkw hatten weniger als zwei Tonnen Nutzlast. Der Markt kommt in Bewegung Wer daraus schließt, der schwere ELkw spiele auch morgen keine Rolle, könnte sich allerdings täuschen. Bei den Neuzulassungen zeigt die Kurve bereits nach oben. 2024 wurden in Deutschland rund 1.400 schwere Elektro-Nutzfahrzeuge über 16 Tonnen neu zugelassen. Das entsprach etwa drei Prozent dieses Marktsegments und machte Deutschland in Europa zum größten E-Lkw-Markt nach Stückzahlen. Auch EU-weit stieg der Anteil elektrisch aufladbarer mittelschwerer und schwerer Lkw im ersten Halbjahr 2025 bereits auf 3,6 Prozent – nach 2,1 Prozent im Vorjahreszeitraum. Ein ZUwachs um 1,5 Prozent. Wenngleich auf niedrigem Niveau. Denn Diesel dominierte weiterhin mit einem Anteil von 93,6 Prozent. Vom Exoten zum echten Arbeitsgerät Während batterieelektrische Sattelzugmaschinen im Fernverkehr noch vor Herausforderungen wie Lade- infrastruktur und Reichweite stehen, sind sie längst keine Prototypen mehr. Die passenden Fahrzeuge stehen längst bereit. Mit dem Mercedes-Benz eActros 600, dem MAN eTGX, Volvo FH Electric oder Scania 40 R Electric gibt es inzwischen batterieelektrische Zugmaschinen für den schweren Verteiler- und Fernverkehr. Der eActros 600 erreicht mit einer Batterieladung rund 500 Kilometer Reichweite und kann durch Zwischenladen (bspw. während der gesetzlich vorgeschriebenen Lenkpausen) sogar deutlich über 1.000 Km pro Tag zurücklegen. Damit verschiebt sich die Frage zunehmend von „Geht das überhaupt?“ zu „Für welchen Einsatz rechnet es sich?“. Für freie Nfz-Werkstätten bedeutet das: Noch rollt die große Masse der E-Lkw zwar nicht auf den Hof. Aber genau darin liegt die Chance. Wer Hochvolt-Qualifikation und Diagnosekompetenz sowie passende Werkstattausrüstung aufbaut, bevor aus drei Prozent zehn oder mehr werden, der muss dem Markt später nicht hinterherfahren. Die Elektromobilität im Nutzfahrzeugbereich entwickelt sich deutlich differenzierter als bei Pkw. Aber auch bei Transpotern ist die Wende bereits in vollem Gange. Foto AI-unterstützt

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